Powerfood für das Gehirn

 – warum die richtige Ernährung den Lernerfolg verdoppelt

Jedes Kind weiß heutzutage, dass sich wenig Sport und eine ungesunde Ernährungsweise negativ auf unser Wohlbefinden auswirken. Dass diese Faktoren aber auch Konsequenzen für unseren Lernprozess haben – das wissen viele nicht. Dabei ist es mittlerweile wissenschaftlich bestätigt, dass nicht nur unsere Motivation und Konzentration sondern auch unsere Fähigkeit zur Informationsaufnahme und -Abspeicherung im Gehirn in entscheidendem Maße von unserer Ernährung abhängt. Wer tagelang nur Chips und Schokolade isst und keine ausgewogenen Mahlzeiten zu sich nimmt, wird irgendwann feststellen, dass auch das Lernen nicht gut läuft.

Das Märchen vom Traubenzucker als Lernkatalysator
Wenn wir vor intensiven Lernprozessen stehen und unsere volle Konzentration brauchen, greifen wir oft zu den alt-bewährten Hausmittelchen und Energielieferanten, wie z.B. Traubenzucker. Das liefert zwar kurzfristig Energie und schafft für einen Moment Abhilfe, doch schon nach kurzer Zeit fällt die Leistung wieder ab, da der Blutzuckerspiegel zunächst steigt – dann aber wieder schnell in den Keller rast. Heißhungerattacken und Müdigkeit sind dann Begleiterscheinungen, die das Lernen zusätzlich erschweren. Dennoch ist es kein Mythos, dass unser Gehirn Zucker braucht um zu funktionieren. Ohne Zucker sind wir nicht in der Lage kognitive Prozesse über einen längeren Zeitraum laufen zu lassen.

Was braucht das Gehirn um gut zu funktionieren?
Nun, zunächst einmal ist es ganz wichtig nicht nur einfache Zuckerstoffe zu sich zu nehmen (z.B. weißer Zucker, Traubenzucker, Fruchtzucker), sondern Kohlenhydrate, die über einen längeren Zeitraum in Zucker umgewandelt werden und aus diesem Grund dem Gehirn längerfristig Zucker liefern. Dafür ist es wichtig, gleich zu Tagesbeginn ein ausgewogenes Frühstück zu sich zu nehmen. Das steigert die Konzentration langfristig und beugt Heißhungerattacken vor.
Außerdem solltest Du Deine Nahrungsaufnahme auf fünf kleinere Mahlzeiten am Tag verteilen. Achte hierzu auf einen guten Mix aus Kohlenhydraten, Proteinen und Vitaminen und Mineralstoffen. Am besten eignen sich hier Rohkost, Vollkorn, Trockenfrüchte, Nüsse und andere hochwertige Energielieferanten. Bereite alles so frisch wie möglich vor, so dass Du unnötige Zusätze, die sich negativ auf Deine Leistungsfähigkeit auswirken, vermeidest.  Ausreichend Tee (ungesüßt) oder Wasser zu trinken, ist ein ebenfalls ein Muss!
Faustregel: Mindestens acht Gläser Wasser pro Tag!
Es gilt: Wenn Du Dein Essen häufig frisch zubereitest, kannst Du unnötige Zusätze wie Geschmacksverstärker, Konsistenzgeber, Farbstoffe und künstliche Aromen vermeiden, die dem Körper schaden und den Leistungsabfall beschleunigen.
Hier nochmal die Top 5 der Gehirn-Power Booster für einen erfolgreichen Lernprozess:
Kohlenhydrate – Energie pur!
Komplexe Kohlenhydrate erfüllen langfristige Denk-Dienste. Die langen Ketten werden im Verdauungstrakt langsam zu Glucose abgebaut. So kann Glucose nach und nach ins Blut gelangen und dem Gehirn kontinuierlich Energie zur Verfügung stellen.

Gute Fette
Hier sind ungesättigte Fettsäuren das was unser Denkapparat am liebsten hat. Diese verstecken sich z.B. in Omega-3-Fettsäuren, die selbst nicht vom Körper hergestellt werden können und für eine hohe Fluidität der Zellmembran sorgen. Das wiederum braucht unser Nervensystem im Gehirn für den Erinnerungsprozess. Omega-3 findest Du in Fisch, Nüssen, Trockenfrüchten sowie hochwertigen Ölen (z.B. Raps- und Leinöl).

Vitamine und Mineralstoffe
Hier sind vor allem die B-Vitamine (B1, B6, Folsäure, B12) zu nennen. Sie zählen zu den Botenstoffen für die Stoffwechselprozesse im Körper und helfen die Aufmerksamkeit und Konzentration zu erhöhen. Du findest sie in Vollkornprodukten, magerem Fleisch, Fisch, Milch, Käse, Nüsse, Kohl und anderem Gemüse. Vitamin A und Beta-Carotin unterstützen den Sehprozess und helfen, ebenso wie Vitamin C, beim Schutz vor freien Radikalen. Zu finden ist beides in Gemüse und Obst.

Calcium, Magnesium, Eisen
Calcium hat eine ganz wichtige Funktion im Lernprozess: Es unterstützt nämlich die Informationsvermittlung in den Synapsen und steigert damit die Lernfähigkeit. Calcium bekommst Du durch Milch- und Milchprodukte, grünem Gemüses, Sesamsamen, Nüssen und Mineralwasser. Magnesium (Vollkorn, Milchprodukte, Nüsse, Samen) hilft beim Stressabbau und Eisen fördert die Blutbildung und somit den Sauerstofftransport zum Gehirn. Eisen findest Du vor allem in Fleisch, Fisch, Gemüse und Johannisbeeren.

Aminosäuren
Aminosäuren sind die besten Eiweißlieferanten und liefern uns Ballaststoffe, die satt machen. Zu nennen sind hier vor allem Acetylcholin (unterstützt die Lernfähigkeit, das Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung), Serotonin (baut Stress ab und unterstützt den Schlaf-Wach Rhythmus)  und Noradrenalin (hilft die Lernfähigkeit und Aufmerksamkeit zu steuern). Wenn Du Nüsse, Eier, Gemüse und Vollkornprodukte auf Deinem Speiseplan hast, bekommst du von allen Botenstoffen ausreichende Mengen geliefert.

Viel Spaß und guten Appetit wünscht Dir

Das Team der

ILA International Learn Academy

 

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