Diagnose: Lern- Aufschieberitis?

gestresste schülerinWer kennt das nicht:

Tagelang schon versucht die anstehende Prüfung aus dem Hinterkopf langsam ins Bewusstsein vorzudringen. Auf ihrem Weg dahin begegnet sie immer wieder dem alt-bekannten inneren Schweinehund oder Mrs. Aufschieberitis, die mit angenehmen Schmeicheleien („mach doch erstmal den Schreibtisch sauber“, oder „erstmal was einkaufen“) Prüfungen und andere anstehende Verpflichtungen charmant in die Flucht treibt…

Die Grundprobleme bleiben dabei jedoch bestehen, denn wer zu spät lernt, der kann unter Zeitdruck • schlechter Informationen aufnehmen • Lernstoff schlechter abspeichern • Inhalte und Strukturen schlechter erfassen Um dies zu vermeiden und in Zukunft sicher und vor allem einfacher zu lernen hier fünf Tipps für eine top Vorbereitung!

  1. Ausbremsende Gedankenkreisläufe aufdecken

„Ach, morgen reicht doch auch“, „Erstmal ein Telefonat erledigen“, „Wahrscheinlich kommt das eh nicht dran in der Prüfung“ sind Sätze, die uns – meist gesprochen von unserem inneren Schweinehund“ – in unserem Vermeidungsverhalten bestärken. Überlassen wir diesen Gedanken das Ruder, so haben wir bereits verloren. Hier gilt es sofort die Kontrolle zu gewinnen und sich aktiv damit auseinander zu setzen und zwar erstens

  • indem wir dieser Stimme einen Namen geben und diesen uns ausbremsenden inneren Anteil direkt ansprechen („Günter raus mit Dir“, oder „Susi jetzt brauch ich meine Ruhe“) – klingt im ersten Moment komisch, kann aber Wunder wirken!
  • aktiv die Kommunikation mit dieser Stimme suchen und einen Gegenangriff starten („jetzt wird gelernt und später die Ruhe genossen!“)

 

  1. Ziel vor Augen haben und so viele Menschen wie möglich einweihen

Aus der Motivationsforschung wissen wir wie wichtig es ist, sich vor dem Lernen ein Ziel zu setzen. Das ist der Pull-Faktor, der uns dazu bewegt uns weiter zu entwickeln und unsere Fähigkeiten auszubauen. Gleichzeitig hilft es auch, wenn wir ein bisschen Druck spüren (Push-Faktor) und von außen motiviert werden.

Sicher ist intrinsische (also die von innen kommende Motivation) nachhaltiger, aber mal ehrlich – wenn es darum geht, den inneren Schweinehund zu überwinden, eignen sich Deadlines und fixe Termine hervorragend dazu, wirklich anzufangen.

Daher der Tipp: Mache Dir bewusst wofür und warum Du lernst und schreibe Dein Ziel auf. Erzähle dann so vielen Menschen wie möglich davon – gern kombiniert mit einer Wette, die es bei Nicht-Erledigung einzulösen gilt!

  1. Fixe Lernzeiten definieren

Wenn wir genaue Lernzeiträume definieren, sind die Motivation anzufangen und unserer innerer Wille um einiges höher. Setze Dir also ganz feste Zeiten (z.B. Montag um 18:00 – 60min; Mittwoch um 14:30 – 45min), in denen Du Dich an den Lernstoff setzt. So kommst Du gar nicht erst in die Gefahr zu überlegen, wann Du Dich an die Arbeit machen sollst.

  1. Rituale vor dem Lernen

Wie vor jedem Musikkonzert die Instrumente „eingestimmt“ werden müssen, so braucht auch unser Gehirn ein „priming“, eine Vorbereitung, die dafür sorgt uns auf den nachfolgenden Lernprozess einzulassen.

Wir drücken sozusagen den „Anschaltknopf für unseren PC im Kopf“, der dann das gesamte System hochfährt.

Hier die 1-2-3 Schritt Methode zum Lerneinstieg:

  1. A) Eine kurze Bewegungseinheit (hüpfen, springen, auf der Stelle rennen, gern auch eine Runde tanzen zur Lieblingsmusik)
  2. B) Kurzes Augentraining
  3. C) Ein von Dir gewähltes Ritual (z.B. das Anzünden einer Duftöllampe – Zitronengras z.B. fördert die Konzentration, etc., ein Glas Tee bereitstellen) Und natürlich – last but not least: Sorge immer für ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffe in Deinem Körper!

Viel Erfolg und – ganz wichtig – berichte uns von deinen Fortschritten. Wenn Schwierigkeiten bei der Umsetzung oder Fragen auftauchen, dann findest du hier auch Hilfe und Unterstützung.

Also – sag uns wie’s dir geht und was du denkst: mail@ila-academy.de

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