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Grundschüler schwächeln in Mathe

Grundschule NRWAlle vier Jahre werden in der TIMSS-Studie (“Trends in International Mathematics and Science Study”) mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen von Schülern getestet. Bei der jüngsten Erhebung im Jahr 2015 hat Deutschland – wie schon bei den beiden vorangegangenen Tests – mit etwa 4000 Viertklässlern aus 200 zufällig ausgewählten Grund- und Förderschulen teilgenommen. Die wichtigsten Ergebnisse:

Deutsche Schüler haben Probleme in Mathe

In diesem Unterrichtsfach sind sie laut TIMSS im internationalen Vergleich abgerutscht und liegen nun unterhalb des EU-Durchschnitts. Nach einer leichten Leistungssteigerung bei TIMSS 2011 (528 Punkte) verglichen mit der Studie aus dem Jahr 2007 (525), haben sich die Schüler diesmal leicht verschlechtert (522). Der EU-Durchschnitt liegt bei 527 Punkten.

Nach den Ergebnissen des Vergleichstests erreichte fast jeder vierte deutsche Viertklässler in Mathematik nicht die dritte von fünf Kompetenzstufen. Diese Kinder verfügen laut den Studienautoren “allenfalls über ein elementares mathematisches Wissen sowie über elementare mathematische Fähigkeiten und Fertigkeiten. Mathematisches Lernen in der Sekundarstufe I wird dieser Schülergruppe erhebliche Schwierigkeiten bereiten.” Nur jeder zwanzigste Schüler schaffte es auf die höchste Kompetenzstufe. Zum Vergleich: Beim Primus Singapur lag die Hälfte der teilnehmenden Schüler in diesem Top-Bereich.

Nicht verschlechtert haben sich die deutschen Viertklässler in den Bereichen Umgang mit Daten und Geometrie/Messen, große Probleme macht ihnen dagegen die Arithmetik, also das Rechnen mit Zahlen. Dort waren sie sogar signifikant schlechter als noch 2007.

Leistungen in Naturwissenschaften sind unverändert

In den Naturwissenschaften blieben die Leistungen der 4000 deutschen Viertklässler zwar auf dem Niveau der Vorgängerstudie von 2011 – liegen aber inzwischen nur noch knapp über dem EU-Mittelwert. Bei den Naturwissenschaften stieg immerhin die Quote der Spitzenschüler von 7,1 (2011) auf 7,6 Prozent an, sie war aber gegenüber Ländern wie Schweden oder Russland sehr niedrig. Und zieht man TIMSS 2007 zum Vergleich heran, ging es bei der Topschüler-Quote in Naturwissenschaften insgesamt sogar bergab. Insgesamt gilt dennoch: Den weltweiten Test-Mittelwert übertrifft Deutschland in Mathe wie auch den Naturwissenschaften nach wie vor deutlich.

Schüler mit Migrationshintergrund liegen zurück

Obwohl sich Grundschüler, von denen ein oder zwei Elternteile im Ausland geboren wurden, im Test verbessern, haben sie in Deutschland weiterhin große Rückstände. Der Leistungsvorsprung von Kindern mit hierzulande geborenen Eltern betrug in Mathematik 31 Punkte – das entspricht fast dem Lernerfolg eines Schuljahres. In den Naturwissenschaften gab es sogar 47 Punkte Differenz. Die deutsche Schülerschaft war 2015 vielfältiger als bei früheren Tests – was es für die Lehrkfräfte natürlich nicht einfacher macht, den Lernerfolg bei allen Schülern sicherzustellen. Auch damit lasse sich das mäßige Gesamtergebnis wohl ein Stück weit erklären, meint der Dortmunder TIMSS-Forscher Wilfried Bos.

Abitur und doch keine Hochschulreife – Erschreckende Bildungsdefizite junger Deutscher

Heutzutage macht mehr als die Hälfte der Schüler Abitur. Ein Zeichen für bessere Bildung?

Heutzutage macht mehr als die Hälfte der Schüler Abitur. Ein Zeichen für bessere Bildung?

Es steht nicht gut um die Bildung in Deutschland – und das, obwohl immer mehr Schüler Abitur machen. Doch sind diese jungen Menschen dann auch fit für ein Studium? Nein, sagt jetzt eine Studie: 75 Prozent der Abiturienten seien für ein Studium ungeeignet. “Die Prozentrechnung und die Bruchrechnung, die müssen sitzen! Und die Kollegen hier aus den Ingenieurwissenschaften sagen mir: Selbst das ist heute nicht mehr gewährleistet”, berichtet Gerhard Wolf, Germanistikprofessor an der Uni Bayreuth. “Die Hauptproblematik liegt im Bereich des abstrakten Denkens.”

Schulen sortieren nicht mehr nach Leistung aus

Gerhard Wolf hat an der Studie mitgearbeitet. Für ihn steht fest: Wenn etwa ein Drittel der Bachelorstudenten das Studium abbricht, dann fehlt es auch an Wissen und Kompetenz. Seine Erklärung: Von der Grundschule bis zur Uni habe sich schleichend eine Kultur des Durchwinkens etabliert. Schulen sortieren nicht mehr nach Leistung aus. Heute soll jeder mitgenommen werden – offenbar egal, wie gut er ist. Forciert wird das auch von der Politik. In Hamburg droht sie gerade, “das nächste Abi solle es in sich haben” – ein Eingeständnis, dass es bislang zu soft war?

 ein, sagt Ties Rabe, Mitglied der Kultusministerkonferenz und Hamburger Schulsenator. “Wenn wir mehr Abiturienten haben, ist das kein Zeichen dafür, dass das Abitur leichter geworden ist. Auch, finde ich, darf es nicht leichter werden. Deswegen wollen wir Richtung einheitliches Abitur in Deutschland, und deswegen wollen wir die Abiturprüfungen vereinheitlichen.”
Die Politik steht unter Druck – im internationalen Bildungswettbewerb muss sie liefern. Kaum jemand spricht offen darüber – aber Abiturienten können mit einfachen Formeln gezielt produziert werden. “Es ist ja einfach die Frage, wie Sie die Notenskala an die erbrachten Leistungen anlegen”, sagt Helge Pepperling von der Lehrergewerkschaft Hamburg. “Wenn Sie das, was früher Drei genannt wurde, Eins nennen, dann haben Sie lauter Einserkandidaten. Die können Sie quasi über Nacht produzieren.”

Fördern statt Wiederholen

Es sind nicht nur die Notenschlüssel. Sitzenbleiben ist in vielen Bundesländern out. Was früher gang und gäbe war, gilt heute als pädagogisch unsinnig und teuer. Also werden schlechte Schüler bis zum Ende mitgeschleift. Auch bei den Aufgabenstellungen sind einige Kultusministerien gerne behilflich. “Wenn man für eine Präsentationsprüfung fürs Abitur 14 Tage Zeit hat, dann hat man natürlich die Möglichkeit, sich extern Hilfe zu holen und sich briefen zu lassen, damit man das gut übersteht”, sagt Lehrergewerkschaftler Pepperling im Interview mit “ttt”. “Und die Präsentation, die man da macht, zählt schon mal 60 Prozent von der Prüfung.”

Mehr Fächer oder Stärkung der Kernkompetenzen?

Verzocken Politiker die Bildung unserer Kinder, um in Statistiken besser abzuschneiden? Sie sagen natürlich nein. Und schieben den schwarzen Peter auf Wirtschaft und Gesellschaft. Die würden immer höhere  Anforderungen an die Schulen stellen, sagt Ties Rabe. “Ernährungswissenschaft soll eingeführt werden, Verbraucherschutz, das Fach Wirtschaft, das Fach Informatik, interkulturelle Erziehung, Erziehung zu Demokratie und und und. Als ich zur Schule ging, gab’s das alles nicht. Da konnte man Rechtschreibung üben, üben, üben. Und heute, wo wir die vielen zusätzlichen Aufgaben haben, ist für das einfache Üben weniger Platz. Ich glaube, wir brauchen hier eine neue Debatte. Die allerdings geht nicht nur, dass wir von allem mehr haben wollen, sondern dann müssen wir auch einmal abwägen und sagen: Die Kernkompetenzen werden gestärkt. Aber andere Bereiche kann dann Schule nicht leisten.”

Das Problem: Kaum jemand scheint sich ernsthaft gegen den Ist-Zustand in der Bildung wehren zu wollen. Der Grund: So einfach wie banal. “Alle sind zufrieden”, meint Helge Pepperling. “Die Politik freut sich, dass sie schöne Zahlen veröffentlichen kann, die Eltern freuen sich, weil ihre Kinder super Schulabschlüsse machen, die Schüler freuen sich, weil sie ganz tolle Ergebnisse haben, und die Lehrer freuen sich, weil man sie lobt.”

Brauchen wir so viele Hochschulabsolventen?

Nur was bringt diese Zufriedenheit, wenn Abiturienten in Universitäten und Betrieben den Anforderungen nicht mehr gerecht werden und möglicherweise scheitern? Gerhard Wolf fordert, die Maßstäbe zu überdenken: “Dass man sich darüber gesellschaftlich verständigt, dass es gar nicht unbedingt so viele Hochschulabsolventen braucht, vielleicht auch nicht so viele Gymnasiasten. Aber ich sehe da nicht so eine große Bereitschaft, diesen doch recht bequemen Weg zu ändern.”

“Wir können das gerne sagen”, so Rabe. “Dann müssen wir aber auch die Konsequenz gehen und damit leben, dass unsere Gesellschaft und unser Wirtschaftssystem ins Stocken kommt. Das ist die Ehrlichkeit, die man haben muss.” Jeder schiebt jedem die Schuld zu. Und so wird weiter fleißig durchgewunken.

(Beitrag: Maryam Bonakdar)  Stand: 04.09.2016 18:43 Uhr

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Lernen ohne Stress

Lernen bedeutet Stress! Das vermitteln zumindest Begriffe wie „büffeln“ oder „pauken“. Lernen geschieht zwar (nicht immer) von selbst, je mehr man sich aber anstrengt, umso schwieriger fällt es. Abschalten, entspannen und eine wohltuende Distanz zu den Stresserlebnissen des Alltags einnehmen sind Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Gelingt dies, bezeichnet man den entsprechenden Zustand als Alpha- oder Flow-Zustand, einen speziellen Entspannungszustand, in dem das Gehirn besonders aufnahmefähig ist.

Lernstress abbauen durch autogenes Training

Im Alltag soll autogenes Training zu mehr Ruhe und Gelassenheit führen und die Lern- und Konzentrationsfähigkeit steigern. Das autogene Training besteht aus Übungen, die im Körper einen Zustand von Wärme, Ruhe und Schwere hervorrufen und den Herz- und Atemrhythmus senken. Erreicht wird dies durch das Vorsagen sogenannter autosuggestiver Formeln wie „Mein rechter Arm wird ganz schwer.“ oder das Vorstellen bestimmter Bilder.
Aber auch die richtige Atemtechnik ist ein zentraler Bestandteil des autogenen Trainings, denn mittels einer tiefen und ruhigen Atmung werden Herz- und Kreislauftätigkeit positiv beeinflusst und ein Zustand innerer Ruhe erzeugt.
Wer durch autogenes Training Lernstress abbauen möchte, der muss regelmäßig – am besten sogar mehrmals täglich – üben. Dabei reichen 20 bis 30 Minuten vollkommen aus. Natürlich gibt es auch Kurzprogramme, die unterwegs oder in angespannten Situationen, zum Beispiel kurz vor einer Klassenarbeit, durchgeführt werden können.

Entspannte Muskulatur – weniger Lernstress

Bei den Übungen zur progressiven Muskelentspannung werden gezielt einzelne Muskelgruppen des Körpers angespannt und nach einigen Sekunden wieder entspannt. In der Regel wird mit den Händen und Armen begonnen, dann folgen Beine, Rücken, Schultern, Nacken, Brust und Bauch. Ebenso wie beim autogenen Training spielt auch hier die richtige Atmung eine entscheidende Rolle. So sollte in der Entspannungsphase grundsätzlich ausgeatmet werden, um die Senkung der Muskelanspannung zu unterstützen.
Durch die Übungen der progressiven Muskelentspannung wird ein tiefer Entspannungszustand erreicht. Darüber hinaus wird die Durchblutung der Muskulatur verbessert und schmerzhafte Verspannungen, zum Beispiel im Nackenbereich, können sich lösen. All dies führt dazu, dass vorhandener Lernstress abgebaut wird.

Schnell entspannt – so geht es

Wem das autogene Training und die progressive Muskelentspannung zu aufwändig sind, sollte Folgendes versuchen:

  • Vom Arbeitsplatz aufstehen, im Raum umhergehen und an etwas Positives denken, z. B. das Lieblingsessen in allen Einzelheiten und mit allen Zutaten.
  • Ein Seil nehmen und einige Male Seil springen.
  • Einen Papierflieger basteln und ihn ganz langsam durch den Raum fliegen lassen.
  • Die Augen schließen und sich noch einmal den bisher größten Triumph im Leben vergegenwärtigen.
  • Eine Minute lang auf die Zehenspitzen stellen.
  • Das Alphabet rückwärts aufsagen.
  • Die zehn schönsten Dinge auflisten, die in den letzen Tagen oder Wochen passiert sind.
  • Sich vorstellen, dass man den Jackpot geknackt hat, und überlegen, was man mit dem Geld anfängt.
  • Eine Traumreise unternehmen.

ADHS ist eine Fiktion – Warum französische Kinder kaum am sogenannten ADHS leiden

MotivationslosAllein in den Vereinigten Staaten sind mindestens 9 % der Kinder mit ADHS diagnostiziert und werden mit verschiedenen Arten von pharmazeutischen Medikamenten behandelt. Aktuellen Prävalenzschätzungen zufolge sind in Deutschland ca. 5 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren betroffen, also etwa 500.000, wobei die sogenannte Erkrankung bei Jungen etwa viermal häufiger diagnostiziert wird als bei Mädchen. Die Zahl ist rasant steigend.

Das Design unseres Schulsystem ist schrecklich veraltet und bietet wenig Nutzen im Vergleich dazu wie transformativ es wirklich sein könnte. “ADHS-kids Imagine Schulen” wie die, die sich Filmemacher James Cameron erdachte, erlauben dir zu kreieren, was du willst. Ihre Lehrer sollen die Kinder lediglich in dem unterstützen, was die Kinder in ihrem Leben tun wollen. Klassenzimmer sollten außerhalb oder zumindest in unterschiedlichen, stimulierenden Orten sein. Kinder sollten nicht gezwungen werden täglich in Klassenzimmern zu sitzen – da diese sonst abhalten vollständig das Potential zu entwickeln. Das derzeitige Bildungssystem gibt es aus einem bestimmten Grund und es ist gänzlich mit pharmazeutischen und Regierungssystemen verbunden. Aktuell ist der Prozentsatz der Kinder mit ADHS in Frankreich deutlich bei weniger als 0,5 %.

Also, was ist  hier los? Unser Gesundheitssystem ist viel weniger ehrlich. Kinderpsychiater prüfen ADHS als eine biologische Ordnung. Dabei wird die Neuronenaktivität im Gehirn mit dem Kind als isolierte Person betrachtet und nicht im Bezug auf Ihre Umgebung und sozialen Situationen. Das ist absurd, weil ihre Interaktion mit der Wirklichkeit im Verhältnis dazu steht, wie ihr Gehirn funktioniert, wie sie Informationen verarbeiten und welche verschiedenen Chemikalien es produziert. Warum verstehen  unsere Ärzte diesen Zusammenhang nicht?

Französische Kinderpsychiater auf der anderen Seite sehen ADHS an psycho-soziale und situative Ursachen geknüpft. Statt die Kinder unter Drogen zu setzen, konzentrieren sie sich auf die Verhaltensprobleme und suchen nach deren zugrunde liegenden Ursache für die Probleme des Kindes. Und die muss nicht im Gehirn des Kindes bestehen, sondern in einem sozialen Kontext. Sie behandeln die Kinder und deren Eltern mit den verschiedenen Formen der Beratung.

kleine_KlasseIn Frankreich “qualifizieren” sich kaum Kinder für die Diagnose ADHS. In Deutschland hingegen ist ADHS viel stärker verbreitet und das Verhalten von normaler Kindheit wird als etwas betrachtet das unter Kontrolle gebracht und medizinisch versorgt werden muss. Frankreich ist sich bewusst genug, um dies ganzheitlich durch Ernährungs-und Lifestyle-Änderungen zu behandeln. Denn Zutaten, die nahezu im großen Spektrum unserer Supermärkte und damit in unseren Einkaufskörben zu finden sind, wie Aspartam, (raffinierter) Zucker, künstliche Farb- oder Aromastoffe, Konservierungsmitteln und GVO (genveränderte Organismen) können zu dieser “Störung”, die als häufigste Symptome Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche nennt,  enorm beitragen.

Selbst der Erfinder von “ADHS”, der amerikanische Psychiater Leon Eisenberg, gestand kurz vor seinem Tod dem Medizinjournalisten Jörg Blech, dass ADHS ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung sei und somit eine fiktive Störung.  Es ist nicht wirklich vorhanden und unsere Gesellschaft legt es nur völlig falsch aus.

Im Deutschlandradio gab Blech ein Interview, in dem er über seinen Besuch bei Eisenberg berichtet. Eisenberg kämpfte einst darum, ADHS als angebliche Hirnstörung in das DSM – die Bibel der Psychiatrie – aufzunehmen. Doch Eisenberg habe seine Meinung geändert. Er sei jetzt der Meinung, Kinderpsychiater müssten viel gründlicher die psychosozialen Gründe ermitteln, die zu Verhaltensauffälligkeiten führen könnten.

Doch die Modediagnose AHDS ist vor allem eines: Ein riesen Geschäft für die Pharmaindustrie. Laut Spiegel seien die Verschreibungen von Ritalin von 34 Kilogramm im Jahre 1993, auf Jahr 1760 Kilogramm im Jahr 2011 angestiegen.

kinder-in-reihe-470x169Die beliebtesten Medikamente gegen ADHS – Ritalin® (Wirkstoff: Methylphenidat), welches von Spöttern auch als “Koks mit Kinderfreigabe” bezeichnet wird, Adderall und Dexamphetamin – sind in pharmazeutischer Hinsicht dem Kokain ähnlich. Wie Kokain haben diese Wirkstoffe einschneidende Effekte. Sie machen Kinder fügsamer und angepasster. So betäuben wir unsere sensiblen Kindergehirne mit harten Medikamenten in der Hoffnung sie zu beruhigen, wenngleich die Kinder etwas völlig Entgegengesetztes benötigen. Sie müssen die Möglichkeit haben ausreichend herum zu laufen und herum zu tollen, sich auszulasten, kreativ zu sein, um ihre große Energie umsetzen zu können. Wir werden anderweitig unsere jüngeren Generationen sehr stark schaden!

“Der parlamentarische Ausschuss [von Südaustralien] war schockiert, als er von einer Reihe von Kindern hörte bzw. las, die Selbstmordabsichten geäußert hatten. Selbstmord ist eine der Hauptkomplikationen, die Eintritt, wenn ein solches Stimulans oder andere Medikamente, die ähnlich wirken, plötzlich abgesetzt werden.”

nachhilfe2Folgen der medikamentösen Behandlung von vermeintlich kranken ADHS-Kindern:

  • Einnahme von Psychostimulantia gefährlich, ja sogar tödlich
  • können zu Depressionen führen und auf diesem Wege auch einen Suizid auslösen
  • erhebliches Langzeitrisiko für Kinder, da Wachstum und Entwicklung bei Kindern beeinträchtigt wird, was nicht nur von der allgemeinen Presse, sondern auch von der amerikanischen psychiatrischen Vereinigung (die die Zeitschrift ‘Diagnostic and Statistical Manual’ (DSM) herausgibt) bestätigt wird:

“Der Begriff Entwicklungstoxikologie bezieht sich auf besondere oder besonders ernste Nebenwirkungen, die durch die Interaktion eines Medikaments mit Wachstum und Entwicklung verursacht werden. Kinder und Jugendliche wachsen und entwickeln sich nicht nur körperlich, sondern auch geistig und emotional. Es ist wichtig, dass Medikamente nicht in den Lernprozess in der Schule oder in die Entwicklung sozialer Beziehungen im Elternhaus und im Umgang mit Gleichaltrigen eingreifen.”

  • schwer schädigende Auswirkungen auf das Gehirn (Hemmung des Blutflusses, Störung des Glukosemetabolismus, mögliche dauerhafte Schrumpfung ( Atrophie = Gewebeschwund) im Gehirn)

“Indem wir Kinder Psychotropika verabreichen, erzeugen wir eine Interaktion zwischen der Chemikalie, dem Medikament, und dem in der Entwicklung befindlichen Organismus, vor allem dem sich entwickelnden Gehirn, das das Zielorgan eines Psychotropikums ist.” (Professor John Blazer, Gehirnforscher an der Universität von Buffalo)

  • “Amphetaminblick” (Zombie-Blick) ein bedrückter, düsterer Gesichtsausdruck, einhergehend mit Mangel an Freude und Spontanität
  • Einstiegsdroge für Kokain und Freizeitdroge, sowohl bei den als ADHS-behandelten Kindern als auch bei Eltern dieser Kinder
  • enormes Abhängigkeitspotential

 

Da die Anzahl der “Erkrankungen” kometenhaft ansteigt, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir eine Generation von Kindern großziehen, deren Kreativität, Denken und Geist von Medikamenten abgestumpft werden, ohne dass es hierfür eine nachweisbare medizinische Rechfertigung gäbe. Wir schaffen uns damit eine Generation ohne Zukunft – wir haben die Wahl.

Quellen:

http://thespiritscience.net

http://www.zentrum-der-gesundheit.de

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Eltern schicken Kinder zur Nachhilfe – auch bei sehr guten Noten

nachhilfeDeutsche Schulen fördern Kinder nicht genug, davon ist nach einer neuen Studie jeder vierte Elternteil überzeugt. Väter und Mütter setzen auf zusätzliche Unterstützung und Nachhilfe. Und: je besser die Noten, umso stärker.

Ganz offensichtlich trauen viele Eltern den Lehrern nicht zu, ihren Kindern genügend beizubringen: Jeder vierte Elternteil glaubt, dass Schulen ihre Schüler generell zu wenig fördern. Eine neue Forsa-Studie zeigt, wie groß der Ehrgeiz der Erziehungsberechtigten ist – und wie hoch die Erwartungen sind, die sie mit den Bildungsleistungen ihrer Kinder verknüpfen.

Ein bizarres Detail belegt dabei, unter welchen Druck sich die Familien setzen: 83 Prozent aller befragten Väter und Mütter sind sogar dann besorgt, wenn die Schulnoten stimmen. Sie können sich vorstellen, ihr Kind dennoch zusätzlich zu fördern. Bei Schülern mit sehr guten Noten signalisieren sogar 86 Prozent diese Bereitschaft.

Das hat unterschiedliche Gründe:

  • Schreibt der Nachwuchs sehr gute Noten, wollen die Eltern mit zusätzlichen Angeboten wie Lernspielen, bezahlter Nachhilfe oder weiterführenden Aufgaben vor allem Fähigkeiten fördern, die in der Schule nicht ausreichend unterstützt werden (64 Prozent).
  • Bei Kindern mit weniger guten Noten möchten Mutter und Vater vor allem das Mitkommen in der Schule sichern (63 Prozent).
  • Zusätzliche Lernangebote seien generell sinnvoll, um die Noten zu verbessern, finden 59 Prozent der Eltern.
  • Gegen zusätzliche Lernangebote würde sich nur etwa jeder achte Elternteil (12 Prozent) entscheiden.

 

Für die repräsentative Studie im Auftrag der Lernplattform Scoyo wurden bundesweit 1004 Eltern mit schulpflichtigen Kindern befragt.

“Wir wissen, dass sich viele Schulen bei der individuellen Förderung schwertun”, kommentiert Eberhard Kwiatkowski, Vorsitzender der Landeselternkonferenz Nordrhein-Westfalen, die Zahlen: “Das ist sicherlich auch ein entscheidender Faktor für das Milliardengeschäft der Schülernachhilfe.” Auch die G8-Einführung mit der verkürzten Gymnasialzeit habe zum Boom der Nachhilfe beigetragen.

Insgesamt nehmen, je nach Klassenstufe, Region und Schulform, zwischen sechs und 24 Prozent der Schüler in Deutschland kommerziellen Nachhilfeunterricht. Hinzu kommen privat vermittelte Nachhilfestunden.

him/dpa

Schüler zu dumm für die Lehre

s1Firmen-Ausbildner klagen: Schüler zu dumm für die Lehre

Der Gymnasiumswahn ist Schuld der Lehrer und Eltern. Gute Schüler werden zur Gymi-Prüfung gedrängt und fehlen als Lehrlinge.

Übrig bleiben Schüler mit ungenügenden Schulleistungen.

Für viele Schulabgänger hat jetzt die heiße Phase der Stellensuche begonnen. 93 000 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren wollen bis im August eine Stelle finden. Jobs gibt’s genug. Über 1000 Lehrstellen können gar nicht besetzt werden, weil sich keine Bewerber dafür finden.

Umso schlimmer ist die Tatsache, dass viele Schulabgänger offenbar zu dumm für die Lehre sind. Im Interview mit der «Coopzeitung» sagte René Graf, oberster Lehrmeister des Verkaufspersonals, Erstaunliches: «Tendenziell bekommen wir mehr ungenügende Bewerbungen. Warum, wissen wir noch nicht.» Graf ist Präsident des Verbands Bildung Detailhandel Schweiz und Ausbildungsleiter bei Coop Ostschweiz-Ticino.

Genauso tönt es bei der Konkurrenz. «Auch die Migros-Gruppe erhält immer mehr Bewerbungen mit lediglich genügenden oder gar ungenügenden Schulleistungen», sagt Edith Rutschmann, Berufsbildungschefin beim orangen Riesen. Ein reines Problem des Detailhandels ist es aber nicht. Rutschmann betont: «Die genügenden und ungenügenden Schulleistungen verzeichnen wir bei allen Berufen und Branchen, zum Beispiel auch bei kaufmännischen Bewerbungen an die Migros Bank.»

Das bestätigen auch die Verbände anderer Branchen. Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, vertreten durch den Verband Swissmem, investiert verstärkt in den Nachwuchs. Denn in den letzten vier Jahren konnten zwischen fünf und sieben Prozent der Lehrstellen nicht mehr besetzt werden.

Swissmem-Sprecher Ivo Zimmermann kennt den Grund: «Viele Bewerber bringen nicht die schulischen Voraussetzungen mit, um eine anspruchsvolle, vierjährige Industrielehre wie zum Beispiel Polymechaniker zu absolvieren.»

Ein Teil des Problems sind die geburtenschwachen Jahrgänge. Es sind heute schlicht viel weniger Schulabgänger unterwegs als noch vor zehn Jahren. Bis 2017 wird die Anzahl Lehrstellensuchender deswegen zurückgehen, schätzt der Gewerbeverband (SGV).

Viel stärker wiegt allerdings der Gymnasiumswahn. Wer einigermaßen gute Noten hat, wird zur Gymi-Prüfung gedrängt. «Uns machen die Bildungsbehörden zu schaffen, die meinen, es bräuchte überall noch mehr Gymnasien», findet SGV-Direktor Hans-Ulrich Bigler.

Die Berufslehre würde im Vergleich zum Gymi als weniger wertvoll betrachtet. Eltern und Lehrer seien da gleichermaßen schuld. Bigler: «Oft wissen sie leider nicht, dass es auch schulisch anspruchsvolle Berufslehren gibt und wir gerade im Gewerbe dringend starken Berufsnachwuchs brauchen.»

Weitere Information und Hilfe können Sie hier abrufen: http://ila-lernacademy.com/nachhilfe-fuer-auszubildende

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Die Formel für den Erfolg oder das Scheitern

Markus KuhnyDas Scheitern ist kein einzelnes katastrophales Ereignis. Niemand scheitert über Nacht. Das Scheitern ist vielmehr das Ergebnis einer Aufhäufung von falschem Denken und schlechten Entscheidungen.

Um es noch einfacher auszudrücken, das Versagen besteht aus nichts weiter als einigen wenigen, sich täglich wiederholenden fehlerbehafteten Entschlüssen. Warum nun sollte aber jemand etwas falsch beurteilen und dann so dumm sein, dies auch noch jeden Tag zu wiederholen? Die Antwort hierauf lautet: Weil der- oder diejenige der Meinung ist, dass es keine Rolle spielt.

Einzeln betrachtet erscheinen uns unsere täglichen Handlungen nicht besonders wichtig zu sein. Ein kleines Versehen, eine falsche Entscheidung oder eine verschwendete Stunde führen nicht zu einer sofortigen und messbaren Auswirkung. Meist ist es so, dass wir den unmittelbaren Auswirkungen unserer Handlungen entkommen.

Wenn wir uns nicht die Mühe gemacht haben, in den letzten 90 Tage wenigstens ein Buch zu lesen, so scheint dieser Mangel an Disziplin keine direkte Auswirkung auf unser Leben zu haben. Und da uns nach den ersten 90 Tagen nichts Drastisches geschehen ist, wiederholen wir diesen Beurteilungsfehler weitere 90 Tage lang und immer so weiter.

Und warum?

Weil es anscheinend nicht wichtig ist. Doch genau hierin liegt die große Gefahr. Noch viel schlimmer als keine Bücher zu lesen ist es, noch nicht einmal zu bemerken, wie folgenschwer dies ist!

Wer zu viel von den falschen Lebensmitteln zu sich nimmt, trägt damit zu künftigen Gesundheitsproblemen bei; doch die Freude des Moments überschattet die Konsequenzen für die Zukunft. Scheinbar spielt es keine Rolle. Wer zu viel raucht oder zu viel trinkt, trifft jahrein jahraus immer wieder diese falsche Entscheidung… weil es ihm ja scheinbar nichts ausmacht.

gestresste schülerinDoch der Schmerz und das Bedauern, die aus diesen Urteilsfehlern entstehen, werden einfach nur in die Zukunft verlagert. Konsequenzen sind selten sofort spürbar; stattdessen sammeln sie sich bis zum unvermeidlichen Tag der Abrechnung an, und dann müssen wir den Preis für unsere falschen Entscheidungen bezahlen – alles Entscheidungen, die scheinbar völlig unwichtig waren.

Die gefährlichste Eigenschaft des Scheiterns ist seine Unscheinbarkeit. Kurzfristig betrachtet bewirken diese kleinen Fehler keinerlei Unterschied und wir scheinen vom Scheitern weit entfernt zu sein. Tatsächlich ist es häufig so, dass diese sich wiederholenden falschen Beurteilungen während einer Zeit geschehen, in der wir in unserem Leben große Freude und einen gewissen Wohlstand genießen. Da uns nichts Schlimmes geschieht und da keinerlei unmittelbare Konsequenzen unsere Aufmerksamkeit erlangen, lassen wir uns vom einen Tag zum nächsten treiben, wiederholen dieselben Fehler, denken die falschen Gedanken, hören auf die falschen Stimmen und treffen die verkehrten Entscheidungen.

Der Himmel ist uns gestern nicht auf den Kopf gefallen, also muss unser Tun wohl harmlos gewesen sein. Und da es keinerlei spürbare Folge nach sich zog, können wir es wohl gefahrlos wiederholen.

Doch wir müssen über diese falsche Einstellung hinauswachsen!

Wenn uns am Ende des Tages, an dem wir unsere erste falsche Entscheidung getroffen haben, der Himmel auf den Kopf gefallen wäre, dann hätten wir sofort dafür gesorgt, dass sich diese Handlung niemals wiederholt. Genauso wie ein Kind, das trotz der Ermahnungen seiner Eltern die Hand auf eine heiße Herdplatte legt, hätten wir eine sofortige Rückmeldung für unsere falsche Wahl erhalten.

Doch leider gibt das Scheitern keine Warnrufe von sich wie damals unsere Eltern. Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, dass wir unsere Betrachtungsweise des Lebens überdenken, um uns in die Lage zu versetzen, bessere Entscheidungen zu treffen. Mit einer kraftvollen persönlichen Lebensphilosophie, die jeden unserer Schritte lenkt, werden uns unsere falschen Entscheidungen viel eher bewusst und wir begreifen viel leichter, dass wirklich jeder Fehler von Bedeutung ist.

Hier kommt nun die gute Nachricht:
Genauso wie die Formel für das Scheitern lässt sich auch die Formel für den Erfolg ganz einfach befolgen, denn sie besteht aus einigen wenigen Verhaltensweisen, an die wir uns jeden Tag diszipliniert halten müssen.

Ich habe eine interessante Frage für Sie, über die es sich nachzudenken lohnt: Wie können wir die Fehler in der Formel für das Scheitern durch die disziplinierten Verhaltensweisen ersetzen, die die Formel für Erfolg von uns verlangt? Die Antwort liegt darin, die Zukunft zu einem bedeutenden Bestandteil unserer gegenwärtigen Lebensphilosophie zu machen.

Sowohl der Erfolg als auch das Scheitern haben mit zukünftigen Konsequenzen zu tun und insbesondere mit den unvermeidlichen Belohnungen oder dem unausweichlichen Bedauern, die sich aus unserem vergangenen Tun ergeben. Wenn dies so ist, warum nehmen sich dann nicht mehr Menschen die Zeit, ernsthaft über die Zukunft nachzudenken? Die Antwort hierauf ist einfach: Sie sind so im gegenwärtigen Moment gefangen, dass ihnen die möglichen Folgen ihres Tuns unwichtig erscheinen. Die Probleme und die Belohnungen des Augenblicks ziehen manche Menschen so in ihren Bann, dass diese niemals lange genug innehalten, um über das Morgen nachzudenken.

lehrerin und schülerin am computerDoch was wäre, wenn wir uns die Disziplin aneignen, uns jeden Tag nur einige Minuten lang damit zu beschäftigen, was uns ein wenig weiter auf unserem Weg erwartet? Dann wären wir in der Lage, die drohenden Konsequenzen unserer gegenwärtigen Verhaltensweisen rechtzeitig zu erkennen. Im Bewusstsein dieses wertvollen Wissens könnten wir dann die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Fehler in neue erfolgsorientierte Verhaltensweisen umzuwandeln. Anders ausgedrückt wären wir durch diese Selbstdisziplin fähig, unser Denken zu verändern, unsere Fehler zu korrigieren und unsere alten Gewohnheiten durch neue zu ersetzen.

Einer der spannendsten Aspekte der Formel für den Erfolg – die aus einigen wenigen jeden Tag praktizierten disziplinierten Verhaltensweisen besteht – liegt darin, dass sich die positiven Ergebnisse beinahe augenblicklich einstellen. Sobald wir unsere alltäglichen Fehler in tägliches diszipliniertes Tun verwandeln, erleben wir in kürzester Zeit positive Resultate.

Wenn wir unsere Ernährung umstellen, verbessert sich unsere Gesundheit innerhalb weniger Wochen bereits spürbar.
Wenn wir damit beginnen, etwas für unsere körperliche Fitness zu tun, spüren wir fast augenblicklich eine gesteigerte Vitalität.
Und wenn wir damit beginnen, Bücher zu lesen, erfahren wir eine Erweiterung unseres Bewusstseins und ein gesteigertes Selbstvertrauen.

Jedes neue Verhalten, das wir täglich diszipliniert umsetzen, bringt uns erstaunliche Ergebnisse, die uns dazu motivieren, uns noch weitere disziplinierte Verhaltensweisen anzueignen.

Die wahre Magie neuen disziplinierten Verhaltens liegt darin, dass es zu einer veränderten Denkweise führt.

Wenn wir heute damit beginnen, Bücher zu lesen, ein Tagebuch zu führen, an Kursen teilzunehmen und einfach nur mehr zuzuhören und mehr zu beobachten, dann wäre heute der erste Tag eines neuen Lebens, das uns zu einer besseren Zukunft führt. Wenn wir heute damit beginnen, uns größere Mühe zu geben und in jeder Beziehung eine bewusste und beständige Anstrengung unternehmen, um fast unmerkliche und gleichwohl destruktive Fehler in konstruktive und lohnende disziplinierte Verhaltensweisen zu verwandeln, werden wir uns nie mehr mit einem Leben der reinen Existenzsicherung zufriedengeben – denn dann haben wir von den Früchten eines bedeutungsvollen Lebens gekostet!schülerin findet die lösung

Diagnose: Lern- Aufschieberitis?

gestresste schülerinWer kennt das nicht:

Tagelang schon versucht die anstehende Prüfung aus dem Hinterkopf langsam ins Bewusstsein vorzudringen. Auf ihrem Weg dahin begegnet sie immer wieder dem alt-bekannten inneren Schweinehund oder Mrs. Aufschieberitis, die mit angenehmen Schmeicheleien („mach doch erstmal den Schreibtisch sauber“, oder „erstmal was einkaufen“) Prüfungen und andere anstehende Verpflichtungen charmant in die Flucht treibt…

Die Grundprobleme bleiben dabei jedoch bestehen, denn wer zu spät lernt, der kann unter Zeitdruck • schlechter Informationen aufnehmen • Lernstoff schlechter abspeichern • Inhalte und Strukturen schlechter erfassen Um dies zu vermeiden und in Zukunft sicher und vor allem einfacher zu lernen hier fünf Tipps für eine top Vorbereitung!

  1. Ausbremsende Gedankenkreisläufe aufdecken

„Ach, morgen reicht doch auch“, „Erstmal ein Telefonat erledigen“, „Wahrscheinlich kommt das eh nicht dran in der Prüfung“ sind Sätze, die uns – meist gesprochen von unserem inneren Schweinehund“ – in unserem Vermeidungsverhalten bestärken. Überlassen wir diesen Gedanken das Ruder, so haben wir bereits verloren. Hier gilt es sofort die Kontrolle zu gewinnen und sich aktiv damit auseinander zu setzen und zwar erstens

  • indem wir dieser Stimme einen Namen geben und diesen uns ausbremsenden inneren Anteil direkt ansprechen („Günter raus mit Dir“, oder „Susi jetzt brauch ich meine Ruhe“) – klingt im ersten Moment komisch, kann aber Wunder wirken!
  • aktiv die Kommunikation mit dieser Stimme suchen und einen Gegenangriff starten („jetzt wird gelernt und später die Ruhe genossen!“)

 

  1. Ziel vor Augen haben und so viele Menschen wie möglich einweihen

Aus der Motivationsforschung wissen wir wie wichtig es ist, sich vor dem Lernen ein Ziel zu setzen. Das ist der Pull-Faktor, der uns dazu bewegt uns weiter zu entwickeln und unsere Fähigkeiten auszubauen. Gleichzeitig hilft es auch, wenn wir ein bisschen Druck spüren (Push-Faktor) und von außen motiviert werden.

Sicher ist intrinsische (also die von innen kommende Motivation) nachhaltiger, aber mal ehrlich – wenn es darum geht, den inneren Schweinehund zu überwinden, eignen sich Deadlines und fixe Termine hervorragend dazu, wirklich anzufangen.

Daher der Tipp: Mache Dir bewusst wofür und warum Du lernst und schreibe Dein Ziel auf. Erzähle dann so vielen Menschen wie möglich davon – gern kombiniert mit einer Wette, die es bei Nicht-Erledigung einzulösen gilt!

  1. Fixe Lernzeiten definieren

Wenn wir genaue Lernzeiträume definieren, sind die Motivation anzufangen und unserer innerer Wille um einiges höher. Setze Dir also ganz feste Zeiten (z.B. Montag um 18:00 – 60min; Mittwoch um 14:30 – 45min), in denen Du Dich an den Lernstoff setzt. So kommst Du gar nicht erst in die Gefahr zu überlegen, wann Du Dich an die Arbeit machen sollst.

  1. Rituale vor dem Lernen

Wie vor jedem Musikkonzert die Instrumente „eingestimmt“ werden müssen, so braucht auch unser Gehirn ein „priming“, eine Vorbereitung, die dafür sorgt uns auf den nachfolgenden Lernprozess einzulassen.

Wir drücken sozusagen den „Anschaltknopf für unseren PC im Kopf“, der dann das gesamte System hochfährt.

Hier die 1-2-3 Schritt Methode zum Lerneinstieg:

  1. A) Eine kurze Bewegungseinheit (hüpfen, springen, auf der Stelle rennen, gern auch eine Runde tanzen zur Lieblingsmusik)
  2. B) Kurzes Augentraining
  3. C) Ein von Dir gewähltes Ritual (z.B. das Anzünden einer Duftöllampe – Zitronengras z.B. fördert die Konzentration, etc., ein Glas Tee bereitstellen) Und natürlich – last but not least: Sorge immer für ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffe in Deinem Körper!

Viel Erfolg und – ganz wichtig – berichte uns von deinen Fortschritten. Wenn Schwierigkeiten bei der Umsetzung oder Fragen auftauchen, dann findest du hier auch Hilfe und Unterstützung.

Also – sag uns wie’s dir geht und was du denkst: mail@ila-academy.de

Nachhilfe aus dem Bildungspaket auch ohne Versetzungsgefährdung

Education School Boy Learning on WhiteSeit bald vier Jahren gibt es nun das Bildungs- und Teilhabe Paket (BuT). In  der Zeit hat die ILA vielen Schülerinnen und Schülern zu besseren Noten verholfen. Und damit zu besseren Perspektiven für Ausbildung, Studium und Beruf. Nach dem Abbau bürokratischer Hürden erhalten die Anspruchsberechtigten jetzt meistens auch die Lernförderung unkomplizierter. Dennoch halten sich selbst bei einigen zuständigen Stellen hartnäckig falsche Vermutungen. Zum Beispiel:

1. Staatlich finanzierte Nachhilfe gibt es nur, wenn die Versetzung gefährdet ist.
2. Die Dauer, der Umfang und die finanzielle Höhe der Förderung sind begrenzt.

Das Braunschweiger Sozialgericht hat im August 2013 entschieden, dass eine Finanzierung des Nachhilfeunterrichts auch dann möglich sein muss, wenn die Versetzung nicht akut gefährdet ist. Durch die außerschulische Förderung erlange der Schüler die Bildung, die er für seinen künftigen Berufsweg benötige. Außer der Versetzung müsse auch die Erreichung eines höheren Lernniveaus gefördert werden, das der Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt und der weiteren Entwicklung im Beruf dient.

Prinzipiell muss die Leistungsstelle Nachhilfe im Bedarfsfall auch dauerhaft bewilligen. Das hat das Sozialgericht Dortmund im Dezember 2013 entschieden. Das Jobcenter Märkischer Kreis hatte zuvor die Nachhilfe für eine Schülerin pauschal auf zwei Monate begrenzt. Dies wurde in dem Fall für unzulässig erklärt.

Die Nachhilfe endet nicht automatisch

Und schließlich hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen im März 2013 festgestellt, dass ein Jobcenter Nachhilfe auch nach über einem halben Jahr Förderung weiter bezahlen muss, wenn der Bedarf gegeben ist. Im konkreten Fall hatte ein Junge bereits 4 Monate lang Deutsch- und 7 Monate lang Mathe-Nachhilfe gehabt. Eine Verlängerung und eine Hinzunahme von Englisch verweigerte das Job-Center. Zu Unrecht, wie das Urteil zeigt.

Um den zuständigen Job-Centern und Kommunen Rechtssicherheit zu geben, hat das Bundesministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen im Sommer 2013 eine Arbeitshilfe „Bildungs- und Teilhabepaket“  veröffentlicht. Darin heißt es zusammenfassend:

Auch Schülerinnen und Schüler, die formal nicht versetzungsgefährdet sind, sollen Zugang zur Lernförderung erhalten. Damit fallen die bisherigen Einschränkungen bei Gesamtschulen, klassenarbeit schlecht nachhilfeFörderschulen, Schuleingangsphase usw. weg. Zudem wird auch die Erreichung eines höheren Lernniveaus gefördert, das der Verbesserung der Chancen auf dem Ausbildungsmarkt, der weiteren Entwicklung im Beruf und damit der Fähigkeit dient, später den Lebensunterhalt aus eigenen Kräften bestreiten zu können. Voraussetzung für eine solche Lernförderung ist es, dass das Erreichen der nach den schulrechtlichen Bestimmungen festgelegten wesentlichen Lernziele gefährdet ist. Hierzu gehören

  • die Versetzung in die nächste Klassenstufe
  • in Abschlussklassen weiterführender Schulen das Erreichen des Schulabschlusses
  • die Erreichung eines höheren Leistungsniveaus (auch bei formal nicht vorliegender
    Versetzungsgefährdung, z.B. in Gesamtschulen bzw. zur Erreichung des qualifizierenden
    Hauptschulabschlusses)
  • die Verbesserung der Chancen auf dem Ausbildungsmarkt.

Erstattet werden die tatsächlichen angemessenen Kosten. Diese können sich je nach Anbieter bzw. je nach der Qualifikation der die Lernförderung durchführenden Person unterscheiden. Konkrete Aussagen zur Höhe der zu bewilligenden Lernförderung sind daher auch weiterhin nicht möglich. Die Bewilligung ist vielmehr ggf. an der Ortsüblichkeit der Kosten auszurichten.

Kosten für Nachhilfe von der Steuer absetzen

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Geschäftsfrau hält Daumen hoch

 

Als ich am Wochenende die Termine in den Familienkalender schrieb, fiel es mir wieder ein. Er kommt. Der Termin für die Abgabe der Einkommensteuer. Am 31. Mai. So wie jedes Jahr. Und wie jedes Jahr wieder überraschend. Ich schiebe es dann noch ein paar Wochen vor mir her, aber spätestens Anfang Mai muss ich doch ran.

Eigentlich sollte man sich ja doch intensiver mit dem Thema beschäftigen. Oder nutzen Sie wirklich alle Möglichkeiten aus, um Steuern zu sparen? Geben Sie alle Kosten an, die möglich sind? Ich versuche es zumindest. Trotzdem werde ich hin und wieder überrascht. Erst neulich bin ich im Internet über einen Artikel gestolpert. Das klang aber auch zu schön, um wahr zu sein: unter bestimmten Voraussetzungen kann man die Kosten für den Nachhilfeunterricht von der Steuer absetzen.

Vorweg: Ich kann es leider nicht. Aber Sie vielleicht? Grundsätzlich ist der Abzug von Nachhilfekosten nämlich nicht möglich. Aber: kein Grundsatz ohne Ausnahme!

Ausnahme 1: Umzug aus beruflichen Gründen

Die Familie muss aus beruflichen Gründen umziehen. In der Regel bedeutet das auch: Schulwechsel. Treten in der neuen Schule Probleme auf und wird dadurch Nachhilfeunterricht nötig, kann man die Kosten in der Steuererklärung angeben. Genauere Infos finden Sie hier.

Ausnahme 2: Legasthenie

Die Diagnose „Legasthenie“ ist sicher kein Grund zur Freude. Um die Belastung etwas zu mildern, können Behandlungskosten als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden. Dazu zählt auch Nachhilfeunterricht. Im Vorfeld ist allerdings ein ärztliches Attest nötig. Wie bei allen außergewöhnlichen Belastungen (zum Beispiel Zuzahlungen zu Medikamenten) gilt die Untergrenze der zumutbaren Eigenbelastung. Mehr zum Thema außergewöhnliche Belastung erfahren Sie hier.